Von 1989 bis 1995 absolvierte Mulon an der sozialwissenschaftlichen Fakultät der altehrwürdigen Georg-August-Unmiversität in Göttingen einen interdisziplinären Diplomstudiengang – mit der Fächerkombination:
• Politikwissenschaften
• Publizistik und Kommunikationswissenschaften
• Volkswirtschaftslehre
• Öffentliches Recht.
War diese Fächerkombination anfangs noch bewusst mit Blick auf eine spätere journalistische Karriere gewählt, wurden die jeweiligen Spezialiserungen bald auch wesentlich von den sich rasch verändernden politischen Realitäten mit beeinflusst. Die anfängliche Ausrichtung auf die Kernbereiche politischer Thorien- und gesellschaftlicher Systemlehre (einschließlich Sozialismus- und Marktwirtschaftstheorien sowie dem Bereich der politischen Propaganda im Fach Publizistik) folgte bald ein seinerzeit angebracht erscheinendes Umschwenken auf die brandaktuellen Themenfeld der solzialen Bewegungen sowie der Staatsorganisationslehre. So hatte Mulons Hausarbeit zum Vordilom die Bürgerbewegungen in der DDR zum Thema und stand sein Engagement im Bereich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften nun ganz im Zeichen der damaligen Diskussionen um die Gestaltung eines neuen, gemeinschaftlichen deutschen Staates.
Doch auch diese Themenfelder erwiesen als recht „schnelllebig“ – die Bürgerbewegungen der DDR gingen kurzerhand im etablierten westdeutschen Parteiensystem auf und die deutsche Einheit erfolgte beinahe über Nacht in Gestalt eines schlichten „Anschlusses" nach Art. 23 Grundgesetz. Zugleich traten vor allem auf internationaler Ebene neue politische Entwicklungen auf die Tagesordnung, die teilweise zudem recht bedrohlich wirkten – der sogenannte zweite Golfkrieg und der Bürgerkrieg in Jugoslawien seinen hier nur als Beispiele genannt. Die entscheidenden politischen und gesellschaftlichen „Herausforderungen“ schienen sich nun auf internationaler Ebene zu stellen – Anlass für Mulon, sich im Hauptstudium noch einmal komplett neu zu orientieren und sich schließlich auf die Bereiche internationale Beziehungen, Völker- und Europarecht zu spezialisieren. Paralel legte er in Wirtschaftswissenschaft den Schwerpunkt auf die sozialen Sicherungssysteme, die gleichermaßen zunehmend zum gesellschaftsaploitischen „Brennpunkt" zu werden drohten – und in Publizistik entgültig weitmöglichst auf die journalistische Praxis (Zeitungs- und Zeitschriftenwesen, Nachrichtenagenturen, Bildjournalismus, Presserecht), dem nach wie vor angestrebten Berufsziel.
So legte Mulon schließlich in vier Disziplinen ein Hochschulexamen ab:
• im Fach Politikwissenschaft am Zentrum für Europa- und Nordamerikastudien (ZENS) der Universität Göttingen
• in Völker- und Europarecht an der juristischen Fakultät der Universität Göttingen
• in Publizistik am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften der Universität Göttingen
• in Sozialpolitik an der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universitätr Göttingen
Auf Grundlage dieser Prüfung wurde Mulon der Hochschulgrad „Diplom-Sozialwirt“ verliehen.
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