Als die beiden Vollblutsegler Karl Köhler und Calle Sibbert die rennomierte, altneigesessene Hamburger Segelschule „Käpt´n Prüsse“ übernahmen, erfolgte auch Mulons Einstieg als Segellehrer (vor allem auf Geheiss von Karl, den ich ohnehin zu meinen wichtigen seglerischen „Mentoren“ zähle – an dieser Stelle nochmal großen Dank dafür).
Seitdem fährt Mulon im Auftrag der Segelschule unter anderem Ausbildungstörns für angehende Yachtskipper mit anschließender Praxisprüfung (SKS) auf der Ostsee. Darüber hinaus führt er gemeinsam mit Karl jeden Winter durch den Theoriekurs zum Sportseeschifferschein (SSS), der zum gewerblichen Führen von Yachten gestzlich vorgeschreiben ist (wird auch im Kombination mit SHS angeboten) – unterrichtet in diesem Zusammenhang unter anderem Radar- und Wetterkunde, elektronische Navigation und Seemannschaft.
Auch dieser „Job“ gestaltet sich sehr reizvoll, denn erstaunlicherweise kann man auch als Ausbilder viel dazulernen
– von den vielfältigen Fehlern, die von den Schülern naturgemäß gemacht werden, über Aspekte der Crewführung und der Kommunikation an Bord, bis zu Fragen der sozialen Kompetenz (für mich haben die Ausbildungstörns in dieser Hinsicht jedenfalls nicht unwesentlich mit dazu beigetragen, mich als Schiffsführer weiterzuentwickeln). Ganz davon abgesehen, dass es außerdem sehr viel Spaß macht, die eigene Leidenschaft am Hochseesegeln auch anderen vermitteln zu können. Es ist jedenfalls immer eine große Freude, wenn man von ehemaligen Schülern hört, dass sie seglerisch „am Ball geblieben“ sind und sie von ihren Folgetörns berichten.
„Last but not least“ wurde der Mulon schließlich vor ein paar Jahren auch noch zum Prüfer für die amtlichen Sportbootführerscheine (Binnen und See, Segel und Motor, einschließlich SKS) bestellt. |